Volkswagen wird größter automobiler Anteilseigner an QuantumScape Corporation, einem Start-up der Stanford University

  • Volkswagen kooperiert mit QuantumScape und sichert sich Zugang zur Feststoffbatterie-Technologie
  • Ziel des neuen Gemeinschaftsunternehmens mit QuantumScape ist die Entwicklung innovativer Feststoffbatterie-Technologie
  • Volkswagen Konzern übernimmt Sitz im Aufsichtsrat von QuantumScape

Mit der Erhöhung seiner Anteile am kalifornischen Technologieunternehmen QuantumScape Corporation und der Gründung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens ebnet der Volkswagen Konzern den Weg für die nächste Stufe im Bereich Batterieleistung, um so höhere Reichweiten in der E-Mobilität zu erzielen. Dr. Axel Heinrich, Leiter der Volkswagen Konzernforschung, der einen Sitz im Aufsichtsrat von QuantumScape übernehmen wird, erklärt: „Wir möchten die Vermarktung der Feststoff-Batterien von QuantumScape beschleunigen und bündeln unsere Kräfte, um Volkswagens Erfahrung als Produktionsspezialist und QuantumScapes Technologieführerschaft bestmöglich zu nutzen. Volkswagen macht damit für unsere Kunden den nächsten Schritt in Richtung einer nachhaltigen, CO2-freien Mobilität der Zukunft.“ Volkswagen investiert 100 Millionen US-Dollar in QuantumScape und wird damit zum größten automobilen Anteilseigner des innovativen Unternehmens. Der Abschluss dieser Transaktion unterliegt noch der Zustimmung durch die Behörden.

Bereits seit 2012 arbeitet die Volkswagen Konzernforschung mit dem Stanford-Startup intensiv zusammen. Bestärkt durch die bedeutenden technischen Fortschritte dieser Kooperation werden QuantumScape und Volkswagen in einem neuen Gemeinschaftsunternehmen zusammenarbeiten mit dem Ziel, eine Großserienproduktion von Feststoffbatterien zu ermöglichen. Das langfristige Ziel ist die Errichtung einer Produktionsanlage für Feststoffbatterien bis 2025.

„Volkswagen ist der weltweit größte Automobilhersteller und nimmt mit seinem Engagement zur Elektrifizierung seiner Flotte eine führende Position in der Branche ein“, so Jagdeep Singh, Vorstandsvorsitzender von QuantumScape. „Wir sind hocherfreut, dass Volkswagen uns für diesen Wandel ausgewählt hat. Wir sind überzeugt, dass die höhere Reichweite, die kürzeren Ladezeiten und die gegebene Sicherheit der Feststoff-Technologie von QuantumScape der Schlüssel für die nächste Generation elektrischer Antriebe sein wird“.

Das 2010 gegründete Unternehmen QuantumScape mit Sitz in San José im US-Bundesstaat Kalifornien hält über 200 Patente und Patentanträge für die Technologie der Feststoffbatteriezellen und gilt mit seinem tiefgreifenden Knowhow als führender Pionier bei der Entwicklung dieser wegweisenden Energiespeicher.  „Die Feststoffbatterie wird eine Wende bei der Elektromobilität markieren“, sagt Axel Heinrich vom Volkswagen Konzern. „Mit der Erhöhung unserer Anteile an QuantumScape und der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens verstärken und vertiefen wir unsere strategische Zusammenarbeit mit einem innovativen Partner und sichern Volkswagen den Zugang zur vielversprechenden QuantumScape Batterietechnologie.“

Die Technologie der Feststoffbatteriezelle gilt als der aussichtsreichste Ansatz für die Elektromobilität der Zukunft. Mit einer Feststoffbatterie würde sich zum Beispiel die Reichweite eines E-Golf von derzeit 300 auf ca. 750 Kilometer erhöhen. Diese Batterietechnologie bietet gegenüber der aktuell genutzten Lithium-Ionen-Technologie weitere Vorteile: höhere Energiedichte, mehr Sicherheit, bessere Schnellladefähigkeit und – vor allem – einen deutlich niedrigeren Platzbedarf. Bei gleicher Größe eines aktuellen Batteriepakets werden durch die Feststoffbatterie elektrische Reichweiten ermöglicht, die auf dem Niveau von konventionellen Antrieben liegen. Auch wenn der Ansatz vielversprechend ist, waren Fortschritte bislang schwer zu erreichen. Kein anderer Hersteller war bisher in der Lage, die hohen Leistungsanforderungen der Automobilbranche zu erfüllen. Erstmals in der Branche hat Volkswagen in Deutschland frühe Entwicklungsstufen der QuantumScape Feststoffbatterien für die automobilen Leistungsanforderungen getestet.

(Quelle)