Umfrage: Viele Gründer tun sich schwer mit der Finanzplanung

Wenn Existenzgründer an ihrem Businessplan schreiben, ist die Finanzplanung der größte Brocken. Das hat jetzt eine Umfrage von Existenzgründer & Jungunternehmer ergeben. Das Ratgeberportal hat per Online-Umfrage über 1.000 Gründerinnen und Gründer anonym befragt. Die Umfrage wurde von September 2018 bis Januar 2019 durchgeführt.

Auf die Frage „Wo haben Sie im Businessplan die meisten Schwierigkeiten“ gaben 39 Prozent die Finanzplanung an. „Fast alle Gründer sind gute Fachkräfte. Aber ihnen fehlt das kaufmännische Wissen. Das ist ihr größtes Problem“, sagt Benjamin O’Daniel von Existenzgründer & Jungunternehmer.

Gleichzeitig geht bei einer Existenzgründung nichts ohne eine solide Finanzplanung. Banken und Fördermittelgeber wollen schlüssige Zahlen sehen, unter anderem zu den Kosten, aber auch zu Umsatz und Gewinn, der erwartet wird. Hier tun sich viele Gründer schwer, so die Erfahrung von O’Daniel. „Viele Gründer starten nach dem Prinzip Hoffnung, anstatt sauber durchzukalkulieren.“

In der Umfrage folgen mit deutlichem Abstand „Kunden gewinnen“ (18,4 Prozent) und „Geschäftsidee formulieren“ (16,8 Prozent). Auch hier hapert es oft. Viele Gründerinnen und Gründer haben zwar eine grobe Idee, womit sie sich selbstständig machen wollen. „Aber sie schärfen ihre Idee nicht. Sie fragen sich zu selten, wie sie sich von Wettbewerbern absetzen wollen.“

Die Folge: Gründer müssen mit niedrigen Preisen werben, um Kunden zu gewinnen. Sie generieren zu wenig Einnahmen. Besonders bitter ist dies, wenn die Finanzplanung nicht richtig steht. Denn dann geraten sie schnell in eine finanzielle Schieflage.

Der richtige Ansatz sei dagegen, sich besser vorzubereiten und professionelle Unterstützung zu holen – und zwar genau dort, wo man selbst nicht gut genug ist. Bei der Finanzplanung helfen zum Beispiel Gründerberater. Die Kosten für eine solche Beratung werden vom Staat gefördert.

Weitere Ergebnisse der Umfrage und kostenlose Checklisten zum Businessplan stehen hier bereit: www.existenzgruender-jungunternehmer.de/p/gruendung/businessplan.html

Fazit der Umfrage: „Als erfolgreicher Gründer muss man es schaffen, herausragend in seinem Fachgebiet zu sein und gleichzeitig wie ein Kaufmann zu denken. Das ist die größte Herausforderung“, so Benjamin O’Daniel.