Scewo AG gewinnt ZKB Pionierpreis TECHNOPARK® 2018

Dank ihrem treppensteigenden Rollstuhl werden gehbehinderte Menschen künftig Hindernisse im Alltag selbständig meistern können. Das Jungunternehmen Scewo AG aus dem Technopark Winterthur gewinnt den mit knapp 100’000 Franken dotierten ZKB Pionierpreis Technopark 2018, einen der wichtigsten Innovationspreise für Jungunternehmen in der Schweiz.

Treppen und andere Hindernisse wie Bordsteine sind für Menschen im Rollstuhl oft nicht überwindbare Hindernisse – bis jetzt. Das Jungunternehmen Scewo AG mit Sitz im Technopark Winterthur will dies ändern. Das Team aus drei Studenten der ETH Zürich und der Zürcher Hochschule der Künste hat sich zum Ziel gesetzt, den Rollstuhl des 21. Jahrhunderts zu entwickeln und damit das Leben von gehbehinderten Menschen neu zu definieren.

Der ebenfalls „Scewo“ genannte Rollstuhl besticht durch Design und Funktionalität. Das Revolutionäre an ihm ist, dass er zwei komplett unterschiedliche Eigenschaften miteinander verbindet: Er kann auf seinen zwei grossen Rädern einerseits balancieren, was ihn sehr agil macht. Andererseits ist er durch die ausfahrbaren Raupen sehr robust und fähig, eben zum Beispiel Treppen zu überwinden. Diese Kombination ist einzigartig und macht den Rollstuhl sowohl auf ebenem wie auch auf unebenem Untergrund sehr leistungsfähig. Zusätzlich kann der «Scewo» im Stand durch zwei ausfahrbare Räder um rund 25 Zentimeter erhöht werden. Das führt dazu, dass sich Rollstuhlbenutzer fast auf Augenhöhe mit ihren Mitmenschen unterhalten können.

Mit diesem innovativen Produkt setzte sich die drei Gründer Bernhard Winter (24, Winterthur), Thomas Gemperle (30, Wil/SG) und Pascal Buholzer (26, Rapperswil-Jona) gegen über 50 Start-Ups aus der ganzen Schweiz durch und überzeugten die Jury, bestehend aus namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft.

„Die Scewo AG hat aus einer aussergewöhnlichen Idee ein technisches Projekt entwickelt, das sich durch besondere Innovationskraft, Marktnähe und soziale Relevanz auszeichnet“, erklärte Prof. Dr. Gian- Luca Bona, Vorsitzender der Jury und Präsident der Stiftung Technopark Zürich, in seiner Laudatio.

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch würdigte in ihrer Grussbotschaft den Stellenwert der Jungunternehmen für den Wirtschaftsstandort Zürich und die ganze Schweiz. «Start-ups sind Treiber für unsere innovative Wirtschaft – sie sind die Zürcher Unternehmen von morgen. Die Stadt Zürich und die Zürcher Wirtschaft bauen auf sie.»
Dr. Jörg Müller-Ganz, Präsident des Bankrats der Zürcher Kantonalbank, der Sponsorin des Pionierpreises, überreichte den Preis im Wert von 98’696.04 Franken (10000 x Pi im Quadrat). Er dankte allen drei Finalisten für ihren Einsatz und betonte: „Sie alle sind der Beweis, dass in Zürich Innovation, Fortschritt und die Überzeugung eine breite Akzeptanz haben, dass uns nur Veränderungen weiterbringen.“

An der Preisverleihung wurden auch die zwei weiteren Finalisten ausgezeichnet: Die MyoSwiss AG und die Daedalean AG, beide aus Zürich. Sie erhielten – zum ersten Mal in der Geschichte des ZKB Pionierpreis Technopark – ebenfalls eine finanzielle Anerkennung. Nämlich 9869.60 Franken.
Der ZKB Pionierpreis Technopark gilt als einer der wichtigsten Innovationspreise für Jungunternehmen in der Schweiz. Er wird seit 2001 jedes Jahr von der Zürcher Kantonalbank und der Stiftung Technopark Zürich verliehen.

www.pionierpreis.ch