Millionenrunde für Münchner Construction Tech Start-up reINVENT

Das Münchener Construction Tech Start-up reINVENT hat in der ersten Finanzierungsrunde ein niedrig siebenstelliges Investment eingesammelt. Angeführt wird die aktuelle Runde von dem Leadinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) aus Bonn. Außerdem beteiligen sich Foundamental, Bayern Kapital und Astutia Ventures.

Das Unternehmen bietet eine Software an, die bei Bauprojekten den gesamten Kommunikationsprozess mit Gewerken und Kunden digitalisiert – von der Planung über den Bauablauf bis hin zur Schlüsselübergabe. Dadurch sollen Kosten von Bauprojekten und Bauverzögerungen signifikant reduziert werden. Mit den neuen Mitteln möchte das reINVENT-Team die Vertriebsstruktur ausbauen und neue Features der Software entwickeln.

Das Start-up begann vor rund einem Jahr und hat heute 15 Mitarbeiter. Die Software-as-a-service-Lösung (SaaS) von reINVENT besteht aus 15 Einzelfeatures, die alle Projektbeteiligten während der gesamten Bau- und Gewährleistungsphase auf einer zentralisierten Plattform verbinden. Der Hintergrund der Idee: Im Branchenvergleich zählt die Baubranche zu den Schlusslichtern in Sachen Digitalisierung. Zudem zeigen Analysen, dass bis zu 30 Prozent der Kosten von Bauprojekten durch Ineffizienzen, Fehler oder mangelhafte Kommunikation verursacht werden. Das führt zu Zeitverzögerungen und Überschreitungen von Budgets im Bauablauf.

Prof. Dr. David Uhde, einer der Gründer und Geschäftsführer, sieht in diesen ineffizienten Prozessen eine große Chance für digitale Lösungen: „Nur sechs Prozent aller Firmen der Baubranche nutzen durchgängig digitale Planungsinstrumente. Hier setzen wir an. Indem alle Beteiligten wie Projektentwickler, Planer, Baufirmen oder Vertriebsfirmen über unsere Software von Anfang an strukturiert kommunizieren und die Wünsche der Kunden im Blick halten können, lässt sich ein Bauablauf deutlich besser steuern. Unsere Vision ist Predictive Construction: Datenbasierte Vorhersagen treffen zu können, welche Projektschritte im Bauablauf zukünftig welche Probleme verursachen werden, um im Endergebnis Zeit und Geld zu sparen.“

Damit zielt die reINVENT-Software, die derzeit noch hauptsächlich im Wohnbereich zum Einsatz kommt, auf Bauträger, Projektentwickler, Architekten, Planungsbüros oder Baufirmen. Das Team um Gründer Prof. Dr. David Uhde plant nun schrittweise die Ausdehnung der Funktionalitäten auf die Bereiche Büro-, Handels- und Hotelimmobilien. Zudem soll das Vertriebspersonal aufgestockt und regional verbreitert werden. Dabei bekommt das Unternehmen Unterstützung durch seine neuen Investoren, die die Unternehmensvision teilen und ebenfalls das vielversprechende Marktpotential sehen. Benedict Rodenstock, CEO von Astutia Ventures, ist überzeugt, dass das Gründerteam mit seiner Lösung allen Beteiligten Effizienzsteigerungen während der Bauphase bieten kann und somit zur Digitalisierung der Branche beitragen kann.

Dr. Ulrich Schmitt, zuständiger Investmentmanager für reINVENT beim HTGF, meint: „reINVENT ermöglicht es Bauträgern, das Kundenerlebnis für Wohnungskäufer/innen deutlich zu verbessern und bietet signifikante Einsparpotenziale für Bauträger. Diese direkten Mehrwerte und die Möglichkeit, sich in Richtung Predictive Construction zu entwickeln, halten wir für sehr aussichtsreich. Wir freuen uns sehr, mit einem starken Investorenkonsortium nun die nächsten Schritte des Teams unterstützen zu können – ganz besonders freuen wir uns über das erste gemeinsame Investment mit Foundamental“.

Rani Saad, Partner bei Foundamental, einem auf die Baubranche spezialisierten Wagniskapitalgeber, stellt fest: „reINVENT bietet einen einzigartigen Service, den man als „Letzte-Meile“-Lösung zwischen Projektentwickler und Immobilienkäufer bezeichnen kann. Das Start-up hat den Anspruch, die zentrale Plattform für den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten zu werden – vom Vertrieb, über die Abwicklung bis hin zur Gewährleistung. Wir sind beeindruckt von der Vielseitigkeit des Teams von reINVENT, welches die User Experience von Immobilienkäufern in den Mittelpunkt stellt und freuen uns, das Unternehmen auf seinem Weg begleiten zu dürfen“.

Über reINVENT
reINVENT bietet Softwarelösungen für die Baubranche. Mithilfe von 15 vernetzten Software-Features verbindet reINVENT alle Projektbeteiligten während der gesamten Bau- und Gewährleistungsphase auf einer zentralisierten Plattform. Die reINVENT-Mission ist es, mithilfe digitaler Lösungen für Kommunikation, Datentransfer und Dokumentation alle Kundenprozesse neu zu gestalten und signifikante Kosten- und Zeitersparnis für Architekten, Bauträger, Bauunternehmen und Projektentwickler zu generieren. – www.re-invent.io

Über High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Startups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von insgesamt 892,5 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner- Netzwerk hat der HTGF seit 2005 bereits mehr als 500 Startups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Startup Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Entrepreneurial-Spirit und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Branchen Hardware, Software, Life Sciences und Chemie. Mehr als 1,9 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in rund 1.400 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds Anteile an nunmehr 100 Unternehmen erfolgreich verkauft.

Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Postbank, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.

www.htgf.de