Innovation zum Gewinn machen

tecnet equity bringt Forschung in Wertschöpfung – erfolgreiche Initiative des Landes Niederösterreich

Welchen praktischen Nutzen hat Forschung eigentlich im Alltag? Wie kann man Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte verwandeln? Und was hat der Einzelne davon?

Mit diesen und ähnlichen Fragestellungen beschäftigen sich die Technologie-Transfer-Experten von tecnet equity, einer Gesellschaft des Landes Niederösterreich. tecnet hat hierzu ein ganz spezielles Programm – das „research-to-value“ (r2v)-Programm – entwickelt. Darin werden ForscherInnen und GründerInnen bei der Übertragung ihrer Erfindungen in markttaugliche Produkte und Geschäftsmodelle unterstützt. tecnet bietet dafür Workshops, Coachings und Seminare an. In diesen werden die nächsten Schritte bis zum Markt identifiziert und Lösungen zur Überwindung von Hürden auf dem Weg dorthin erarbeitet.

Das r2v-Programm, das auch Teil der Wirtschaftsstrategie des Landes Niederösterreich ist, hat Anfang 2017 gestartet. Bisher konnten bereits 75 Projekte erfolgreich unterstützt werden. „Mit dem r2v-Programm der tecnet schaffen wir die Grundlage für die Entwicklung innovativer und marktnaher Technologien unserer Forschungseinrichtungen und Start-ups“, erläutert Landesrätin Petra Bohuslav. „Wir haben damit auch eine Plattform für die Umsetzung von Forschung in Wertschöpfung etabliert, bei der die Kräfte der einzelnen niederösterreichischen Innovationsakteure optimal gebündelt werden können.“

tecnet equity Geschäftsführerin Doris Agneter ergänzt: „Die Nachfrage am r2v-Programm ist sehr hoch, da die Herausforderungen aus dem Labor bis zu einer erfolgreichen Marktumsetzung vielseitig und hochkomplex sind. Wir von tecnet haben darin jahrzehntelange Erfahrung“.

„Ein sehr gutes Format“, findet auch Brian Horsak, FH-Professor am Studiengang Physiotherapie und Researcher am Institut für Gesundheitswissenschaften der Fachhochschule St. Pölten. „Gerade der externe Blick der tecnet von außen ist besonders wertvoll, um bereits in der Forschungsphase den konkreten Bedarf und die speziellen Wünsche der späteren KundInnen berücksichtigen zu können. So lässt sich die Gefahr, am Markt vorbei zu entwickeln, verringern.“

Brian Horsak leitet das Projekt IntelliGait mit Matthias Zeppelzauer, FH-Professor am Institut für Creative Media Technology. Sie entwickeln gemeinsam mit ihrem interdisziplinären Team neue, auf künstlicher Intelligenz basierende, Methoden zum Erkennen von Problemen des Bewegungsapparates. Die neue Technologie könnten in Zukunft eingesetzt werden, um Patienten schneller und besser behandeln zu können.

tecnet unterstützt das IntelliGait Team, damit die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt in naher Zukunft auch tatsächlich im Spital genutzt werden könnten. In den r2v-Workshops und Coachings wurde erarbeitet, wie die Technologie eine Marktreife erlangt, wie der Prozess finanziert und wie der der konkrete Kundenbedarf berücksichtigt werden kann.

„Für einen erfolgreichen Technologie-Transfer ist ein Brückenschlag zwischen verschiedenen Welten notwendig. Nur so ist eine Wertschöpfung im gesellschaftlichen und ökonomischen Sinne aus Forschungsergebnissen möglich. Wir analysieren die jeweilige Herausforderung ganzheitlich und setzen dann ganz spezifische Werkzeuge ein.“ erläutert Lukas Madl Technology Transfer Manager bei tecnet equity

Das r2v-Programm wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land Niederösterreich finanziert. Die Unterstützungsleistungen können von Forscherinnen und Forschern, sowie von Start-ups aus Niederösterreich in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen zum r2v Programm von tecnet unter: www.tecnet.at